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  • Roman Schnellbach

Zwei weitere Aha - Erlebnisse

Samstag 23.05.20

Nummer eins:

Es war am Donnerstag, mal wieder eine der Übungen im Stehen, Hintern gestützt durch die Bank hinter mir, vor mir als Sicherung die nächste Bank im rechten Winkel dazu.

Hinter mir niemand, da ich mich inzwischen auch traue, frei zu stehen und dabei auch versuche meine Arme ganz nach oben, gen Himmel, zu strecken. Wenn ich das mit einem Arm mache, habe ich ja den anderen als Sicherung. Wenn ich aber beide Arme in die Luft hebe, was mehr als eine Portion Mut erfordert, Kraft auch noch dazu, die an den wichtigen Stellen noch nicht ausreichend genug ist, dann fehlt der Sicherungshaken.

Rechts und links werde ich im unteren Bauch und Rumpf gestützt - also gut, beide Arme nach oben. Damit ist sind die Arme ja immer noch schnell wieder unten, falls…

Jetzt aber frei stehen und beide Arme loslassen und seitlich am Körper unten lassen. Damit sind sie auch nicht weit von der Bank weg, aber ein Griff nach oben, wäre nötig. Nun übe ich also mein Gleichgewicht zu halten - besonders wenn ich leicht nach vorne kippe, oder Amina mich loslässt, mit oder ohne Vorwarnung, oder aber mich sogar leicht anstubst um mich aus meinem Gleichgewicht zu bringen und zu sehen, ob ich mich selbst wieder stabilisieren kann… dann bekomm ich in Bauch und Rücken und Brustmuskulatur natürlich mega zu tun.

Und dann kippte ich leicht nach vorne, dachte mir, okay das pack ich gerade noch so und lasse die Hände unten - geschafft. Wenige Sekunden später geriet ich wieder aus dem Gleichgewicht und ignorierte die Angst, bzw. selbige meldete sich gar nicht und ich dachte, komm das packst du schon. Aber das war ein Trugschluss, die Kraft reichte nicht, vielleicht kam noch ein Reflex der Bauchmuskulatur dazu und ich sauste mit Volldampf mit meinem Oberkörper in Richtung Bank - und meine Hände waren immer noch an meinen Oberschenkeln angelehnt unter der Bank. Ich hatte keine Chance mich mit Ihnen noch irgendwo zu halten und klatsche wie ein nasser Sack mit einem lauten Klatschen mit dem kompletten Oberkörper auf die Therapiebank. Nix passiert, Kopf war auf die Seite gedreht, die Bank ist weich gepolstert. Amina fragt nur: „was machst Du?“ Und ich musste total lachen, weil ich es total lustig fand. Warum? Weil ich gemerkt hatte, dass ich in der Situation NULL Angst hatte - und das ist ein Mega geniales Gefühl gewesen.

Ich hatte Amina und Jule vertraut, dass sich mich halten und mir vertraut, dass ich es schon halten könne. Und die Bank, war hier ein wundervoller Widersacher, der meinen Höhenflug sanft wieder gestoppt hatte.

Bild: Amazon

Zweite Situation - folgt morgen…

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