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  • Roman Schnellbach

Oktober

Freitag 02.10.20

Es wird Alltag mit meinem neuen Weg und das ist auch der Grund, warum ich nicht mehr so viel zu erzählen habe.


Ich stehe jeden Tag auf, was ja mein großes Ziel immer war. Auch auf meiner Facebook Seite steht es ganz oben: Ein wohlüberlegter Aufstand.

Den hab ich in jedem Fall geschafft.

Dass danach alles langsamer werden wird, das wusste ich tief in mir schon. Aber es war nicht einfach, mich auf das neue Tempo einzustellen.

Eine Freundin sagte mir immer wieder, dass es kein langsam oder schnell gibt. Denn mein Tempo ist mein Tempo. Ich müsse das nicht vergleichen. Mit nichts. Und das ist so richtig und fällt doch nicht immer leicht. Inzwischen gelingt es mir ganz gut. Dreimal die Woche Physio, dreimal danach Training an Geräten. Jeden Tag zuhause mit dem Rollator aufstehen und das Gefühl für meine Hüfte und die Beine mehr und mehr aktivieren. Mein linkes Knie immer wieder für ein paar Sekunden in die Streckung bringen. Mich immer wieder aus dem Rollstuhl auf einen Stuhl setzen um meine Füße auf den Boden zu stellen, Bodenkontakt herstellen.


Laufen tue ich mit dem Rollator im Moment nicht. Dazu bräuchte ich mehr Helfer oder Therapeuten. Dazu ist gerade kein Platz. Aber die Zeit dazu wird auch wieder kommen.


Und dann läuft immer noch die Frage zur Prothese mit der Barmer. Aber da sind wir einen Schritt weiter. Es wird gelingen.






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