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  • Roman Schnellbach

Der Tag danach


Gestern sind es 26 Jahre gewesen, dass ich in Griechenland der Unfall hatte. Vielleicht liegt meine etwas melancholische Stimmung ja auch ein wenig daran?

Irgendwie seltsam, heute sehe ich die Allgäuer Berge und denke mir, dass ich ja vielleicht doch Lust gehabt hätte, auf die Berge zu gehen. Zwanzig Jahre hatte ich dazu Zeit und habe es aber nicht getan. Weil ich jeden Meter lieber auf meine Scott Super America. Und jetzt ist das Gefühl da, dass es ja vielleicht doch schön gewesen wäre. Höfats, Rubihorn, Ifen, Nebelhorn, Grünten, Mädele Gabel, Walmendinger Horn, Widderstein, Bieberkopf, Hohes Licht, Großer Wilder, Hochvogel, Rauheck, Großer Daumen.... alles direkt vor der Tür. Nicht so mega hoch. Auf der Höfats, war ich als Kind einmal, 2259m, immerhin.


Und dann all die Radfahrer… nein, E-Bike wäre immer noch nicht meins, glaub ich - zu schwer, finde ich sie. Aber heute kam dann wirklich auch der Gedanke… wenn ich tauschen könnte, und wieder meine Beine, meinen ganzen Körper, so bewegen könnte, wie vor dem Unfall… wieder Rad fahren, Mountain Bike, wie früher, Gravel Bike, Rennrad, ach einfach vieles versuchen…


…auf die Berge, den Blick von ganz oben, wo man nicht mit der Gondel hinkommt, nur zu Fuß… mir für den Urlaub nicht vorher überlegen müssen, klappt das für mich überhaupt? Einfach losfahren und dann sehen, wo man Platz findet?


Nein, es ist ok, so wie es ist und ich bin auch nicht zu sehr darüber betrübt. Aber an manchen Tagen, da ist eben auch das ein Teil meiner Realität.






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