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  • Roman Schnellbach

beängstigendes Tempo?

Donnerstag 17.09.20


Gestern hat mir jemand sehr deutlich etwas geschrieben, was ich so noch nicht gehört hatte:


"In Pforzheim hattest du so einen Affenzahn drauf! Das war körperlich extrem, aber auch vom Kopf her. Und manchmal denke ich, durch dein enormes Tempo ist letzteres ein wenig untergegangen. Auch wenn du dort Leute hattest, mit denen du gut und viel reden konntest, dein Inneres kannst nur du genau anschauen.

Das ist überhaupt gar keine Kritik oder so. Falls es so rüber kommt, sorry.

Aber manchmal hat dein Tempo dort mich nicht beeindruckt, sondern fast verängstigt. Dass danach ein Loch kommt, ist normal denke ich. Ruhe, meinetwegen auch Lethargie, um wieder zu Kräften zu kommen. Ich habe keine Ahnung, wie lange so was anhalten sollte, vier Wochen, acht, zwölf? Ich kann das nicht einschätzen. Aber wenn du vorankommen willst, musst du deine alte Ecke anschauen und angehen."


Doch ich weiß schon, dass das ein irres Tempo war und ich weiß auch, dass ich mich jede Woche dort wieder über mich selbst gewundert hatte… und die Frage, tief in mir, schon da war, wie es denn dann weitergehen würde, wenn ich wieder zuhause war?

Für wen mach ich das? Wirklich nur für mich selbst, für meinen Traum? Oder ist es doch immer noch ein Stück der Wunsch, dass ich anderen etwas beweisen muss? Dass ich mich damit ein Stück meine rechtfertigen zu können, für all die Zeit, in der ich 26 Jahre "nur" dagesessen bin und gewartet habe?

Nein, ich bin nicht nur dagesessen, das weiß ich schon. Aber ein Teil in mir, nahm es immer so wahr, und hatte permanent Angst davor, dass ich anderen nicht genug bin. Ein Stück davon ist immer noch in mir und ich bin immer noch dabei, das aufzulösen - wirklich meins zu machen.


Mein Tempo hat andere nicht beeindruckt sondern eher verängstigt - aus Sorge, dass ich mich selbst dabei verliere? Weil ich irgendetwas nachrenne, was nur scheinbar Glück bringen mag?


Ein guter Ansatz noch mal von einer anderen Seite über meine Situation und die Geschichte dahinter nachzudenken.

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